suche nach
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Stadttor, Schwabentor, Freiburg, Breisgau, Bundesland Baden Württemberg, Deutschland

Das Schwabentor wurde im Mittelalter auch Obertor genannt und ist das jüngere der beiden noch erhaltenen Stadttore der Breisgauer Hauptstadt. Es ist ein Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtbefestigung Freiburg’s im Breisgau. Der circa 1250 erbaute Torturm war ursprünglich noch zur Stadtseite offen, erst im Jahr 1547 wurde er mit der steinernen Wand zur Stadt hin geschlossen. Im Jahr 1572 wurde das Treppentürmchen hinzugefügt. Im selben Jahr malte der Maler Matthias Schwäri auf der Innenstadt-Seite das Bild eines Kaufmanns mit seinem Fuhrwerk. Aus diesem entstand dann im 19. Jahrhundert wahrscheinlich die Legende vom Schwaben, welcher mit zwei Fässern voll Geld nach Freiburg kam, um die Stadt zu kaufen. Die Freiburger Bürger lachten ihn aus, doch war das Gelächter noch größer, nachdem sich herausstellte, dass in den Fässer nur Sand und Kieselsteine waren — seine Frau hatte heimlich vor seiner Abreise das Geld gegen die wertlose Füllung getauscht. 1900 blieb das wurde es nach Entwürfen von Carl Schäfer auf fast die doppelte Höhe aufgestockt. Es bekam seine Treppengiebel nach dem Vorbild der norddeutschen Stadttürme. 1903 fügte der Maler Fritz Geiges das Bild des Freiburger Stadtpatrons Sankt Georg als Drachentöter, auf der Außenseite hinzu. 1913, mit der Errichtung von Nebengebäuden in historisierendem Stil fanden die Umbauten ihr Ende. 1954 wurde dieser Umbau teilweise wieder rückgängig gemacht. Das Schwabentor erhielt sein heute schlichteres, dem ursprünglichen Zustand ähnelndes Zeltdach nebst Glockentürmchen mit Zwiebelhaube zurück. Der Schlussstein im inneren Torbogen zeigt die romanische Darstellung des „Dornausziehers”, diese Figur, ist schon seit der Antike bekannt ist, hier wird sie aber christlich gedeutet: „der Mensch trägt den Dorn der Erbsünde in sich, woran der aus dem Tor Gehende gemahnt wird“. Direkt neben dem Schwabentor befindet sich der inoffiziell „Platz der letzten Barrikade von 1848“ genannte Platz, an welchem die badischen Freischärler am Ostermontag 1848 der Übermacht von Regierungstruppen des Großherzogtums Baden unterlagen. Seit 1969 existiert im Schwabentor ein kleines privates Museum, die sogenannte „Zinnfigurenklause”. Unter der Verwendung von etwa 9000 handbemalten Zinnfiguren sind Szenen aus den Freiheitsbewegungen im süddeutschen Raum zum Beispiel die Schlacht bei Sempach, in den Bauernkriege der 1848er-Revolution, aber auch aus der Zeit der Reformation dargestellt.
Zeige pro Seite
10 25 50

Umgebungssuche

nach Entfernung (km)
nach bestimmten Schlüsselwörtern
suche in
nach Kategorie
Sortieren nach:
virtuelle tour(en)
Please wait